Böses Spiel mit dem LKH Wolfsberg

Rausch, Wolfgang: Böses Spiel mit dem LKH Wolfsberg. Kleine Zeitung, 19. 2. 2011, 18.

Ein Inserat bringt Kabeg-Chefin Ines Manegold in Erklärungsnotstand.

Im März kehrt Ines Manegold aus dem Urlaub zurück und wird sich gleich mit unangenehmen Fragen konfrontiert sehen. Etwa jener, warum sie mit dem gefeuerten Klagenfurter Med-Direktor Matthias Angres hinter dem Rücken des Kabeg-Aufsichtsrates neben dem Dienst- auch noch einen Werkvertrag abgeschlossen hat, bei dem es sich offenkundig um einen klassischen “Umgehungskontrakt” handelt, mit dem alleinigen Ziel, Angres Gehaltsvorstellungen nachzukommen.

Spätestens in der Sitzung der Expertenkommission am 8. März sollte sie aber auch Rechenschaft über ihre Vorgaben für das LKH Wolfsberg legen, wo aufgrund von Sparzwängen derzeit Patientinnen der gynäkologischen Abteilungen in Fünfbettzimmern zusammengepfercht sind. Im Haus ist die Stimmung auf dem Nullpunkt, seit von einem Einsparungspotenzial von 7,5 Millionen Euro die Rede ist. Gleichzeitig kocht der Ärger der Belegschaft über, weil die deutschen Väter der Studie dermaßen schlampten, dass Betriebsratschef Manfred Pichler sie am liebsten hochkant rauswerfen würde.

Dem Fass den Boden schlägt aber eine von der Kabeg geschaltete Anzeige in der KTZ vom 8. Dezember vergangenen Jahres aus. Manegold im O-Ton: “Doch während sich das Spital in Wolfsberg innerhalb weniger Monate vom Kellerkind in eine Spitzenposition hinaufarbeitete, blieb die Zeit in Klagenfurt stehen.” Wusste die Chefin über ihr vormaliges Sorgenkind nicht Bescheid? Kaum anzunehmen. Das falsche Lob für das LKH Wolfsberg diente augenscheinlich dem Zweck, argumentativ den Boden für die Ablöse der Klagenfurter LKH-Chefs Herwig Wetzlinger und Siegfried Ruppnig aufzubereiten. Zwei Tage später wurde die Neuausschreibung ihrer Posten beschlossen …

WOLFGANG RAUSCH

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